Beiträge von speter

    Ich bin aus der EDV Branche und an und für sich mit solchen Abläufen vertraut. Schon bei der Aktivierung habe ich und meine Kollegen festgestellt, dass wir solche eine Anwendung die von unbedarften Benutzern fast nicht bedienbar ist, nie und nimmer ausliefern dürften.
    Der Kartenwechsel schießt für mich aber den Vogel ab. Bis man die richtige Seiten findet und dann sich noch durch Foren handeln muss damit man die richtigen Infos findet ist an und für sich schon eine Frechheit.
    Dass für die gleichen Dinge unterschiedliche Begriffe verwendet werden (Authorisierungs PIN = Karten PIN) bzw. in den Programme meist nur 4 bzw. 6 stellig steht obwohl anscheinend bis 12 Stellen möglich sind (an einigen Stellen hatte ich dann aber Probleme da die BUK nur 4 bzw. 6 Stellen erwartet hat) bzw. Begriffe verwendet werden die nicht selbsterklärend sind (die aktivierte Karte - welche ist das wenn ich eine alte und jetzt eine neue besitze bzw. aktiviert von wem;der Begriff Signator; die Abkürzung BUK - alles wird klar wenn man einige Stunden durch die Seiten servt aber wenn ich nur die neue Karte aktivieren will und vor einem Jahr das letzte mal mit diesen Dingen zu tun hatte sind diese Begriffe so abgehoben, dass eine Fehlbedienung vorprogrammiert ist). Vielleicht sollten die Anweisungen mal Leute schreiben die nicht schon jahrelang mit dem Sssccccchh...önen Ding zu tun haben. Von Usability hat hier noch keiner etwas gehört und gesehen bzw. wer immer auch die endgültige Verantwortung für e-Card und Bürgerkarte hat, hat die ganzen Zulieferer und Partner nicht im Griff, daher wirkt das Ganze etwas sehr unrund.


    Zu meinem konkreten Problem, ich habe versucht mit meiner alten e-Card, die als Bürgerkarte funktioniert hat und mit der ich auch jetzt noch bei der Bank signieren kann, meine neue zu aktivieren. Ich habe nach Google-Suche die "SELF-Seite" gefunden und und ohne zu dem Zeitpunkt zu wissen warum OnlineBUK ausgewählt (warum sind alle Begriffe nur so selbst erklärend) um die Karte zu aktivieren. Alles hat geklappt, zuerst alte Karte, dann neue Karte und ich bekam die Meldung, dass meine neue aktiv ist. Aber leider zu früh gefreut. Als ich dann damit mein Online-Banking durchführen wollte musste ich feststellen, dass ich dort mit der neuen Karte nicht bekannt bin. Kein Problem, neu registrieren. Funkt nicht, Personenbindung konnte nicht gelesen werden. Na gut, in Foren suchen - eigentlich heißt das, dass die Aktivierung nicht funktioniert hat. PIN Management für die neue Karte hat aber funktioniert. PIN auch für neue gesetzt (aber immer wie bisher für beides einen 8 stelligen PIN). Test durch Bürgerkarten Test auf Support Seite - alte Karte okay, neue Karte nicht. Nochmaliger Versuch mit online Aktivierung keine Änderung. PIN-Änderungen damit nicht länger als 6 stellig. nochmalige Versuche keine Änderung. Suchen, ratlos, Aktivierung mit lokalem BUK (Trustdesk basic heißt das glaube ich) - Fehlermeldung. Obwohl BUK bisher gut funktioniert hat, finde ich im Forum einen Hinweis, dass nicht alle BUK die neue Version 3G unterstützen (wer organisiert so einen Sch....). BUK deinstalliert, neue lokale BUK installiert. Aktivierung wieder versucht. Neue Umgebung akzeptiert 8 stellige PIN nicht. PIN geändert, Aktivierung versucht.


    Jetzt bin ich soweit, dass zwar vielleicht alles klappen könnte, jedoch durch das oftmalige ändern der PIN und alte, neue Karte wechseln, kann ich den Karten PIN der neuen Karte nicht mehr ändern (1 Versuch habe ich noch, jedoch habe ich schon alles was ich verwendet habe probiert, weiß nicht was noch). Gibt es noch eine Rettungsmöglichkeit ohne Karten PIN oder kann ich die neue e-Card für Bürgerkartenanwendung vergessen und gleich eine neue bestellen? Kann ich durch die Aktivierung mit der alten Karte die PINs übertragen, weil dort funkt noch alles? Ist die nachbestellte Karte kostenpflichtig? Im Moment kann ich wegen Wartungsarbeiten leider nichts unternehmen.


    Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass die Bürgerkartenfunktion bei all diesen "Hürden" mehr als Kinderkrankheiten hat weil beim Kindesstadium noch nicht mal angekommen. Ich als Kunde finde dies gelinde gesagt eine Frechheit, was hier mit unserem Steuergeld produziert wird. So kann man e-Government sicher vergessen. Aber es gibt sicher keinen der zuständig ist, da die Zuständigkeit auf so viele Stellen verteilt wurde, dass jeder auf den anderen zeigen kann.


    Ich denke, dass bevor ich das ganze nochmals probiere, werde ich die nächsten Jahre auf die Bürgerkartenfunktion verzichten.


    MfG Peter